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Wernigerode

Wernigerode

Wernigerode befindet sich in Sachsen-Anhalt des Landkreises Harz. Gemäß Hermann Löns wird die Stadt nach der amtlichen Thematik auch als Die bunte Stadt im Harz betitelt.

Die Stadt befindet sich im Nordostbereich des Harzes, in circa 12 km Entfernung des 1141,2 m über den Normalhöhennull des Brockens. Durch dieses Gebiet führt die Oranier-Route, eine deutsch-niederländische Ferienstraße und die Eisenbahnlinie Halberstadt-Vienenburg.

In der Nähe des Westerntores des Zillerbachs schlängelt sich die Holtemme. Die Altstadt und Neustadt bildet den geschichtsträchtigen Stadtkern. Der Mittelpunkt der Stadt befindet sich auf etwa 257 m über NHN. Der Gipfel des Brocken ist der höchste Punkt im Stadtgebiet mit 1141,2 Meter.

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Über die exakte Entstehung von Wernigerode sind keine schriftlichen Nachweise verfügbar. Es wird angenommen, dass der Ortsname mehrheitlich auf eine bewachte Rodungssiedlung hindeuten.

1121 wurde Wernigerode erstmals in einer Urkunde in Relation zu dem hier wohnenden Grafen Adalbert zu Haimar nahe Hildesheim bekannt, der sich ab sofort den Titel Graf von Wernigerode verlieh. 1229 wurde nach dem Vorbild Goslars das Stadtrecht verliehen. 2004 feierte die Stadt das Jubiläum des vor 775 Jahren verliehenen Stadtrechts.

Mit der Zuwanderung neuer Bürger aus der Umgebung kristallisierte sich im 13. Jahrhundert eine neue Siedlung am Rand der Stadt in nordöstlichen Bereich heraus. Da kein männlicher Nachfahre in der Linie der Grafen von Wernigerode bereit stand, wurde Wernigerode 1429 Sitz der Grafen zu Stolberg. 1658 wurde in der Stadt Wernigerode das Gräfliche, seit 1893 das Fürstliche Konsistorium Stolberg-Wernigerode eröffnet. In den Jahren von 1807 bis 1809 zählte die Stadt zum Stadtkanton Wernigerode des Königreiches Westphalen. Erst 1825 kehrte Wernigerode als Sitz in den Regierungsbezirk Magdeburg zurück. Durch einen großen Brand wurde im März 1847 ein Teil Wernigerodes, insbesondere das Heideviertel, zerstört.

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Mitte des 19. Jahrhunderts gewann Wernigerode neben dem Tourismus Bedeutung in der Pharmazie, Schokolade, Schreibwaren, Baustoffe und im Maschinen- und Werkzeugbau (Elektromotoren). Durch die spätere kampflose Übergabe der Stadt Anfang April 1945 an die US-Armee blieb Wernigerode von Schäden durch Kampfhandlungen verschont.

Wernigerode besitzt eine Menge touristischer Anziehungspunkte. Im Stadtkern befinden sich zahlreiche niedersächsische Fachwerkhäuser. Das Wernigeroder Schloss im neugotischen Stil erhebt sich als Wahrzeichen über der Stadt und ist bereits von weitem sehr gut sichtbar. In der Umgebung der Stadt befindet sich die Harzer Schmalspurbahn, die über den Ortsteil Schierke den Brocken passiert und nach Durchquerung des Harzes im thüringischen Nordhausen endet. Bereit zweimal, zuletzt 2006 fand in der Stadt die Landesgartenschau von Sachsen-Anhalt statt.

Im Zentrum der Stadt ist das Harzer Kultur- und Kongresszentrum für Veranstaltungen vorhanden. Unterhalb des Schlossbereiches ist der Wildpark Christianental zu finden. Dort sind einheimische und seltene Wildarten, z.B. der Luchs, zu bewundern. Eine zusätzliche Attraktion ist der angebliche Planetenweg. Unser Planetensystem wird im Maßstab 1:1 Milliarde im Abstand zur Sonne dargestellt. Der Weg endet im Harzplanetarium. Die Stadt, im Harz gelegen, gewährt Technik interessierten Einblicke in das Luftfahrtmuseum. Für die kleinen ist sicherlich der Miniaturenpark Wernigerode ein Anziehungspunkt.

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Eine stattliche Anzahl von Kirchen sind in Wernigerode vorhanden. Dazu zählt die St.-Sylvestrikirche auf dem Oberpfarrkirchhof. Sie ist die älteste Pfarrkirche in der Stadt und wurde ursprünglich 1265 von den Grafen von Wernigerode als Benediktinerchorherrenstift eingesetzt. Von der gesamten Substanz ist die evangelische St.-Johannis-Kirche die älteste erhaltene Kirche. In vielen Teilen entspricht sie dem Original von 1265 bis 1279. Die unter Denkmalschutz stehende und zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche zählende Kreuzkirche wurde 1873 eingeweiht. Die frühere Pfarrkirche Liebfrauenkirche wurde 1751 durch ein Feuer zerstört und anschließend wieder hergerichtet. Der Turmstieg kann erklommen werden. Um 1400 wurde das spätmittelalterliche Bauwerk Theobaldikapelle als Sühnekapelle errichtet und mit barocken Malereien im Jahre 1636 verziert. Im Nordwesten der Altstadt, an der Ilsenburger Straße befindet sich die St.-Georgs-Kapelle, die etwa 1350 erbaut wurde. Der Glockenturm stammt aus dem Jahre 1635. Die einzige katholische Kirche in Wernigerode wurde in den Jahren 1905/06 gebaut. Die St. Marien-Kirche dient heute der Pfarrei St. Bonifatius im Dekanat Halberstadt.

Wernigerode hält mit zahlreichen historistischen Bauwerken zahlreiche Leckerbissen bereit. Im kleinsten Haus der Stadt ist heute ein Museum eingerichtet. Das schiefe Haus ist ein Fachwerkhaus und frühere Teichmühle. Die Alte Münze zählt zu den wenigen erhaltenen Fachwerkhäusern, die mit einem steinernem Erdgeschoss aus dem 16. Jahrhundert ausgestattet ist. Heutzutage ist dort die Harzbücherei und das Stadtarchiv untergebracht. Etwa 1250 wurde der Westerntorturm als Stadttor hergerichtet und war seinerzeit Bestandteil der Stadtmauer. Mit 41 Metern ist dieser Turm der größte unter den noch verfügbaren Wehrtürmen. 1902 wurde auf dem Armeleuteberg der Kaiserturm mit wunderbarer Aussicht auf das Schloss, die Harburg und den Nördlichen Teil des Harzer Vorlandes bis Halberstadt errichtet. Der Halbschalenturm befindet sich auf den Tuchmacherrähmen und diente in früheren Zeiten als Stadtmauerturm, der 1889 wieder mit einem Schieferdach durch Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode versehen wurde. Am Schlossberg befindet sich im damaligen Lustgarten die Orangerie. Errichtet wurde sie in den Jahren 1728 bis 1731 und wurde 1826 zur Bibliothek umgebaut. Der Westteil wurde beim Luftangriff im Februar 1944 in Mitleidenschaft gezogen und später restauriert. In der Breiten Straße ist das Haus Preysser zu besichtigen. Das Fachwerkhaus wurde 1696 errichtet und zählt zur Stilepoche des Manimerismus. Im Denkmalverzeichnis der Stadt sind alle Kulturdenkmäler von Wernigerode verzeichnet.

Zahlreiche Museen prägen die Stadt. Das Schloss von Wernigerode beherbergt heute die Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts. Weitere Museen sind das Harzmuseum, das kleinste Haus, Museum Schiefes Haus, das Feuerwehrmuseum, die Gutsmühle im Ortsteil Minsleben, der Museumshof Ernst Koch im Ortsteil Silstedt gelegen und das Schulmuseum im Ortsteil Benzingerode.

Verschiedene Parks laden zur Erholung und zum Verweilen ein. Die Anlage der ehemaligen Landesgartenschau Wernigerode trägt heute den Namen Bürgerpark. In ihm befinden sich der Köhlerteich und der Miniaturpark Kleiner Harz. Unterhalb des Schloßgartens ist der Lustgarten und das Kastanienwäldchen angelegt. Weitere Attraktionen sind der Tiergarten mit Schlossgarten, der zum Netzwerk Gartenträume Sachsen-Anhalt zählt und der Wildpark Christianental.

Jährliche Höhepunkte bilden am 30. April die Walpurgisfeiern. Am Wochenende zu Christi Himmelfahrt treffen sich die Studenten des WJSC. Mitte Juni findet das Rathausfest mit Tanzturnier um die Pokale des Rathauses und dem Mitternachtsball statt. Im gleichen Zeitraum am Freitag der Rathausfestwoche wird das Young Part im Bürgerpark, eine Musikveranstaltung für Jugendliche abgehalten. Jährlich im Sommer wiederholt sich das Johannisfest der Johannisgemeinde, die Wernigeröder Schlossfestspiele, die Neustädter Weintage und das Stadtfeldfest. Alle zwei Jahre wird im Juli das Internationale Johannes Brahms Chorfestival & Wettbewerb ausgetragen. Das zweite Wochenende im Oktober ist dem nationalen Harz-Gebirgslauf gewidmet. Anfang November wird das Hasseröder Hubertusfest ausgerichtet und ab Ende November ist der Besuch des Weihnachtsmarktes bis kurz vor Heiligabend möglich.

Auch kulinarische Spezialitäten haben in Wernigerode ein Zuhause gefunden. Zu ihnen zählen der Original Harzer Baumkuchen, Hasseröder Bier, Harzer Pottsuse, Brockensplitter und das Harzer Tröpfchen, auch Brocken Töpfchen genannt.

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